Fünf der bekanntesten Digitalisierungsförderungen für Berliner Unternehmen sind inzwischen beendet oder gestoppt – darunter die Digitalprämie Berlin und go-digital. Diese Seite listet, was aktuell tatsächlich beantragbar ist, mit Quelle und Stand. Wir aktualisieren sie, wenn sich etwas ändert.
Diese Angabe kursiert auf zahlreichen Beratungsseiten – sie ist für Berlin falsch. Die Förderrichtlinie unterscheidet ausdrücklich nach Region und nimmt Berlin vom 80-Prozent-Satz aus. Wörtlich heißt es in Ziffer 5.2:
„im Geltungsbereich der neuen Bundesländer (mit Regionen Lüneburg und Trier, ohne Land Berlin und Region Leipzig) 80 % … und im Geltungsbereich der alten Bundesländer (mit Land Berlin und Region Leipzig) 50 % der förderfähigen Beratungskosten, maximal jedoch 1 750 Euro."
Für Berliner Unternehmen gilt also: 50 Prozent, maximal 1.750 Euro Zuschuss bei höchstens 3.500 Euro förderfähigen Beratungskosten (ohne Umsatzsteuer).
BAFA-Förderung und INQA-Coaching setzen beide voraus, dass die beratende Stelle akkreditiert ist – beim BAFA registriert beziehungsweise als autorisierter INQA-Coach zugelassen. Wer diese Programme nutzen möchte, muss also eine entsprechend zugelassene Beratung beauftragen.
Context Studios ist weder beim BAFA registriert noch als INQA-Coach autorisiert. Unsere Leistungen sind über diese beiden Programme daher nicht förderfähig. Wir führen sie hier auf, weil sie für Ihre Planung relevant sind – nicht, weil wir daran verdienen.
Anders liegt der Fall bei projektbezogenen Programmen wie Pro FIT oder dem KfW-Förderkredit: Dort wird Ihr Vorhaben gefördert, nicht die Beratungsleistung als solche. Ob und in welchem Umfang externe Entwicklungsleistungen zu den förderfähigen Ausgaben zählen, klärt die jeweilige Förderstelle im Einzelfall – das sollten Sie vor Antragstellung mit der IBB beziehungsweise Ihrer Hausbank besprechen.
Zwei öffentlich finanzierte Angebote, die für eine erste Orientierung nichts kosten und unabhängig von einem Beratungsauftrag nutzbar sind.
Kostenfrei für KMU aus Berlin und Brandenburg, Schwerpunkt KI-Readiness. Die aktuelle Projektphase läuft bis September 2026.
Vom BMAS und dem ESF Plus finanziert, kostenfreie Beratung von bis zu 10 Tagen beziehungsweise 80 Stunden pro Unternehmen, explizit auch zu KI-Anwendungen.
Viele Übersichtsseiten bewerben weiterhin Programme, die längst ausgelaufen sind. Stand 20. Juli 2026 gilt:
| Programm | Status |
|---|---|
| Digitalprämie Berlin | Beendet, Antragsfrist endete am 31.12.2023 |
| Berliner InvestitionsBONUS | Beendet, Antragssystem geschlossen |
| Coaching BONUS Berlin | Beendet, wird nicht fortgeführt |
| go-digital (BMWK) | Ausgelaufen am 31.12.2024 |
| Digital Jetzt (BMWK) | Ausgelaufen, Richtlinie war bis 31.12.2023 befristet |
| ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand | Befristeter Antragsstopp seit 07.07.2026, 12:00 Uhr – gilt auch für Projektskizzen. Ausgenommen sind Anträge mit internationalen Partnern. |
Förderfähig ist in aller Regel ein klar umrissenes Projekt, kein allgemeines Interesse an KI. Wenn Sie wissen, welcher Use Case sich rechnet und wie die Umsetzung aussieht, wird die Frage nach dem passenden Programm deutlich einfacher. Genau dafür ist unser KI-Workshop gedacht – ab 1.500 €, mit einem klickbaren Prototypen als Ergebnis.
Zum KI-WorkshopStand: 20. Juli 2026. Alle Angaben nach bestem Wissen anhand der offiziellen Programmseiten und Förderrichtlinien. Förderprogramme ändern sich laufend – der ZIM-Antragsstopp etwa trat 13 Tage vor der letzten Aktualisierung dieser Seite in Kraft. Diese Übersicht ersetzt keine Förderberatung; verbindliche Auskünfte erteilen ausschließlich die jeweiligen Förderstellen.