Kosten

Was kostet KI-Beratung?

Die ehrliche Antwort lautet: Es hängt davon ab, wie weit Sie gehen wollen. Weil das als Antwort niemandem hilft, stehen hier unsere Festpreise für Workshops, die Logik hinter Umsetzungsangeboten, die Faktoren, die den Aufwand bestimmen, und die Förderprogramme, die in Berlin infrage kommen.

Von Michael Kerkhoff, Gründer & Geschäftsführer von Context Studios · Stand:

Unsere Preise

Wir arbeiten mit festen Workshop-Formaten und einem Festpreisangebot für die Umsetzung, das nach dem Scoping entsteht. Den Preis kennen Sie also immer vor Projektstart, nicht danach.

FormatDauerPreisWofür
Erstgespräch30 MinutenkostenfreiKlären, ob eine Beratung sinnvoll ist und welches Format passt
Light Discovery½ Tag1.500 €Erste Orientierung: Wo lohnt sich KI überhaupt?
Strategy Day1 Tag2.500 €Use-Case-Discovery mit ROI-Bewertung und Priorisierung
Prototyping Sprint2 Tage4.500 €Klickbarer Prototyp plus Roadmap mit Budget und Ownern
UmsetzungprojektabhängigFestpreis nach ScopingProduktionsreife KI-Agenten und Integrationen; das Angebot kommt innerhalb von 48 Stunden nach dem Scoping

Alle Preise zuzüglich Umsatzsteuer. Die Workshops sind eigenständig buchbar — es gibt keine Verpflichtung, danach mit uns weiterzuarbeiten.

Warum es für die Umsetzung erst nach dem Scoping einen Preis gibt

Wer Ihnen für „einen KI-Agenten" einen Preis nennt, bevor er Ihre Datenlage gesehen hat, rät. Zwei Vorhaben mit derselben Überschrift können im Aufwand weit auseinanderliegen — je nachdem, ob die benötigten Daten in einer gepflegten Datenbank liegen oder in über Jahre gewachsenen Excel-Dateien.

Deshalb steht auf dieser Seite kein Pauschalpreis für die Umsetzung. Stattdessen klären wir im Scoping, was genau gebaut wird, und Sie erhalten innerhalb von 48 Stunden ein Festpreisangebot. Ein Workshop kann dieses Scoping ersetzen: Nach einem Strategy Day oder Prototyping Sprint kennen wir Ihre Ausgangslage gut genug. Sie kaufen Klarheit über den Aufwand, bevor Sie den Aufwand kaufen.

Was im Scoping geklärt wird

  1. Ziel und Abgrenzung: welcher Ablauf sich ändern soll, woran Erfolg gemessen wird und was ausdrücklich nicht dazugehört.
  2. Daten und Systeme: welche Quellen gebraucht werden, in welchem Zustand sie sind und welche Systeme angebunden werden müssen.
  3. Verbindlichkeit und Datenschutz: ob ein Mensch jedes Ergebnis prüft oder das System eigenständig handelt, und welche Daten Ihr Haus verlassen dürfen.
  4. Betrieb: wer das System nach dem Start betreut und welche Pflege dafür eingeplant werden muss.

Aus diesen vier Punkten entsteht das Festpreisangebot. Ändert sich der Umfang später, wird das vorher besprochen und schriftlich angepasst.

Die fünf Kostentreiber

Wenn Sie Angebote vergleichen — von uns oder anderen — sind das die Punkte, an denen sich Preise tatsächlich entscheiden. Wer sie im Angebot nicht adressiert, hat sie nicht kalkuliert.

01

Datenlage

Der mit Abstand größte Kostenfaktor. Liegen Daten strukturiert und zugänglich vor, beginnt die eigentliche Arbeit sofort. Sind sie über Systeme verstreut, unvollständig oder nur als PDF vorhanden, geht ein erheblicher Teil des Budgets in Aufbereitung, bevor das erste Modell etwas Nützliches tut.

02

Anzahl der Systemintegrationen

Ein Agent, der nur mit einer API spricht, ist ein überschaubares Projekt. Jede weitere Anbindung — CRM, ERP, Ticketsystem, Postfach — bringt eigene Authentifizierung, Fehlerbehandlung und Testaufwand mit. Der Aufwand wächst nicht linear mit der Zahl der Systeme, sondern mit der Zahl der Übergänge zwischen ihnen.

03

Verbindlichkeit der Ausgabe

Ein Assistent, der Vorschläge macht, die ein Mensch prüft, darf gelegentlich danebenliegen. Ein Agent, der eigenständig Rechnungen kontiert oder Angebote verschickt, darf das nicht. Der Sprung von „hilfreich" zu „verlässlich genug für unbeaufsichtigten Betrieb" ist der teuerste Schritt im ganzen Projekt.

04

Compliance-Anforderungen

DSGVO-Konformität ist Standard und in jedem Angebot enthalten. Aufwand entsteht dort, wo absolute Datenhoheit gefordert ist: lokal gehostete Open-Source-Modelle statt API-Zugriff bedeuten eigene Infrastruktur, eigenes Monitoring und spürbar mehr Betriebsaufwand.

05

Betrieb nach dem Go-Live

Ein KI-System ist keine Software, die man einmal ausliefert. Modelle ändern sich, Prompts veralten, Datenquellen wandern. Wer die laufende Pflege nicht einplant, zahlt sie später als ungeplantes Projekt.

Womit Sie beginnen sollten

Für eine belastbare Aussage über ein KI-Vorhaben braucht es Vorarbeit: Abläufe ansehen, Daten sichten, Ideen gegeneinander abwägen. Unser kleinstes Format, Light Discovery, kostet deshalb 1.500 €. Nach oben gibt es keine feste Grenze, wohl aber eine sinnvolle Reihenfolge: erst ein kleines Format, das prüft, ob sich der Use Case rechnet, dann die Umsetzung.

Wenn Sie noch nicht wissen, welcher Use Case für Sie der richtige ist, ist der Prototyping Sprint in aller Regel die günstigere Entscheidung als ein direkt gestartetes Entwicklungsprojekt. 4.500 € für zwei Tage sind eine bewusste Investition: Sie verhindern, dass ein Projekt monatelang am falschen Problem arbeitet.

Förderung: was in Berlin die Kosten senken kann

Die Förderlandschaft hat sich 2026 deutlich verändert; mehrere bekannte Programme sind ausgelaufen. Stand 20. Juli 2026 sind für Berliner Unternehmen vor allem diese Wege relevant:

  • BAFA-Beratungsförderung: In Berlin 50 % der Beratungskosten, höchstens 1.750 €, Anträge bis 31.12.2026. Gefördert wird nur eine beim BAFA registrierte Beratung — Context Studios ist dort nicht registriert, unsere Workshops sind darüber also nicht förderfähig.
  • Pro FIT (IBB): Zuschüsse und Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Unternehmen mit Sitz in Berlin; KI-Vorhaben sind ausdrücklich adressiert. Gefördert wird Ihr Vorhaben, nicht die Beratung als solche.
  • KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung: Kredit über die Hausbank, Antrag zwingend vor Vorhabenbeginn.
  • Zukunftszentrum Berlin: öffentlich finanzierte, kostenfreie Beratung, auch zu KI-Anwendungen — ein guter erster Schritt, wenn das Budget noch offen ist.

Ob externe Leistungen in einem Programm förderfähig sind, entscheidet die jeweilige Förderstelle. Alle Programme mit Konditionen und Quellen stehen auf der Förderseite.

Sprechen wir über Ihr Vorhaben

Nennen Sie uns Ihren Use Case und Ihre Datenlage — dann sagen wir Ihnen, welches Format passt und was es kostet. Auch wenn die Antwort lautet, dass sich das Vorhaben aktuell nicht rechnet.

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